Welthospiztag 2011 in Hamburg

Welthospiztag 2011

Was wir in Hamburg machen

Unter dem Motto "Gemeinsam für ein würdevolles Sterben" veranstalten nun bereits zum fünften Mal alle in der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz- und Palliativarbeit Hamburg e.V. (LAG) tätigen Einrichtungen anlässlich des diesjährigen Welthospiztages am 22.10.11 eine gemeinsame Feier. Sie wird von der LAG getragen. Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz hat die Schirmherrschaft für die Hamburger Hospizwoche übernommen, zu der die zentrale Veranstaltung am 22.10.2011 den Auftakt bildet. In der anschließenden Hamburger Hospizwoche finden vom 23.-30.10.2011 täglich in verschiedenen Einrichtungen Hamburgs ganz unterschiedliche Veranstaltungen zum Thema Sterben, Tod und Trauer statt.

Der weltweite Aktionstag

1988 hat das Princess Alice Hospiz in London das erste Mal vor seinen Toren ein Konzert veranstaltet, um in der Öffentlichkeit auf seine Arbeit aufmerksam zu machen und um Fördergelder ein zu werben. Daraus hat sich eine weltweite Aktion entwickelt: Der Welthospiztag im Oktober.

Auch in Deutschland finden in diesen Tagen zahlreiche Bildungsveranstaltungen, Benefizkonzerte und Theateraufführungen statt.

Ziel dieses weltweiten Aktionstages ist es, die Hospizidee größeren Teilen der Bevölkerung zugänglich zu machen und den flächendeckenden Ausbau von Hospiz- und Palliativdiensten zu fördern. Hospize sowie die Hospiz- und Palliativarbeit insgesamt sollen einmal genauso selbstverständlich zu einer Stadt und einer Gemeinde gehören wie Bibliotheken oder Freibäder.

Denn das Sterben geht alle an. Es ist ein Teil des Lebens.

Der Welthospiztag richtet unser Augenmerk auf eine Phase des Lebens, in der menschliche Zuwendung und Solidarität besonders gefordert sind. Die Hospizbewegung leistet hier Pionierarbeit. Angehörige, Pflegende, Ärztinnen und Ärzte und andere Helferinnen und Helfer brauchen Unterstützung, damit Menschen in den letzten Tagen und Wochen in Würde und Geborgenheit leben und sterben können.

Der internationale Hospiztag soll außerdem die Leistungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer würdigen. In Hamburg sind es bereits weit über 500 Menschen, die sich in ihrer Freizeit der Begleitung schwerstkranker und sterbender Mitmenschen widmen.

In Verbindung mit dem Welthospiz- und Palliativtag findet alle zwei Jahre mit der Aktion "voices for hospices" (Stimmen für die Hospizidee) ein weltweites Simultankonzert statt. Hamburg hat 2007 daran teil gehabt und wird sich auch 2011 wieder mit einem Swing- und Latinkonzert daran beteiligen. Was 1988 mit einer "Come and sing"/ "Komm und sing mit" - Performance begann, hat sich mittlerweile zu einer lebendigen Bewegung entwickelt. Über 60 Länder nehmen mit insgesamt über 500 Veranstaltungen weltweit parallel an dieser größten Musikveranstaltung der Welt teil. Dabei hat Kirchenmusik genauso ihren Platz, wie Konzerte mit Countrymusik, Operetten, Musicals, Opern, Pop, Jazz, Soul, Gospel und vielem mehr.

Durch die Zeitverschiebung entsteht eine "Welle von Konzerten", die zur Würdigung der Hospizarbeit rund um die Welt schwappt. Durch Aktionen wie diese wird deutlich, dass sich die Hospizbewegung als eine weltweite Gemeinschaft versteht, geeint in dem Ziel, würdiges Sterben überall gleichermaßen zu ermöglichen.

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